des Wunſches unſichere Hoffnung ſteigerte ſeinen Zorn zum Durſt nach blutiger Rache. Ach! der ſo heiß erſehnte Augenblick war nicht mehr fern! Hand in Hand mit ihm ging die Gewaͤhrung, aber wehe! auch die Reue war in ihrem Geleite, und hing ſich, des Lebens verduͤſternder Schatten, an Heinrich's Ferſen.
So zogen die Stunden, unter Sorgen und Furcht, durch Maxens Pforten aus und ein, als plotzlich eine derſelben, Schreck und Entſetzen zu des Hauſes Trauer geſellte. Mit beſtuͤrzter Miene riefein heimkehrender Jaͤger, den Herrn von Schoͤn⸗ berg vom Abendtiſche ab.— Lange blieb er ent⸗ fernt, und vergebens bemuͤhte er ſich, bei ſeiner
Zuruͤckkunft gleichmuthig zu erſcheinen; die Unruhe
auf ſeinem Geſichte ging ſchnell auf jegliches An⸗ geſicht uͤber, und die ausweichenden Antworten, auf beſcheidene Fragen der Theilnahme und Veſorgniß,
8 vermehrten noch die allgemeine Beſtuͤrzung, wel⸗ che ſein Anſehen erweckt hatte. Da trat Jobſt
mit polterndem Ungeſtuͤm in den Saal, alle Form⸗ lichkeit, der ihm ſo eigenthuͤmlichen Unterwuͤrfig⸗ keit eines veralterten Dieners dießmal bei Seite ſetzend. Sein funkelndes Auge verrieth die außer⸗ ordentliche Bewegung in ſeinem Innern, und im
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