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welcher dieſelbe langſam durchbohrte. Kaum dem Leben mehr angehoͤrend durch Rede und Beweg⸗ ung, der Nahrung faſt entbehrend, verlor ihre ohnedieß ſo zarte Geſtalt, taͤglich mehr an Friſche und Fuͤlle, und ihr Gang glich dem Dahinſchwe⸗ ben eines ſchon ſeligen Geiſtes. Die ſcharf um⸗ grenzte Roͤthe auf den bleichen Wangen taͤuſchte ihre Umgebungen nicht— das ſich einſtellende, anhaltende Huͤſteln, der unruhige Schlummer, verriethen ſie als die Bluthe des Todes, und mit zaͤrtlicher Milde verlangte ihre muͤtterliche Freundin den Rath eines Arztes. Sanft lehnte Marie dieß jedoch ab, und jedes Leiden verlaͤug⸗ nend, troͤſtete die Troßloſe dieſe Beſorgte mit muͤhevoll erkuͤnſtelter Heiterkeit. Aber lange ver⸗ mochte das Mädchen niemals, dieſe zwangvolle, quaͤlende Maske zu tragen, und floh immer mehr in die Einſamkeit. Mit innigem Bedauern nahm Heinrich dies wahr, und angereizt, durch des tauben Jobſt's nun unverholen auflodernden Haß, naͤhrte er gegen Wittgen den tieſſten Groll in ſeiner Bruſt, in welchem Beide den muthwilligen Moͤrder der Theuren ſahen. Ein Mal nur wuͤnſchte er, ihm im Leben noch zu begeg⸗ nen, ihn dann zur Rechenſchaft zu zichen, und 14


