Druckschrift 
Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

205

haͤngen? Denn groͤßeres Unheil kann mir doch ſchwerlich widerfahren, erwiederte dieſer erſtaunt, und mit freundſchaftlicher Zudringlichteit fuhr er fort:Was haſt Du vor? Wo willſt Du hin?

Meinem Geſchicke muthig entgegen; zur Freiheit zum Tode! Nicht laͤnger will ich der Selave einer niedertraͤchtigen Furcht, einer Leib und Seele vergiftenden Sicherheit ſeyn. Leb' wohl! und ſeine Boͤrſe unter die Raͤuber wer⸗ fend, wollte er hinaus. Doch Herrmaͤnn vektrat ihm den Weg, und endlich gelang es ſelnen Vor⸗ ſtellungen, ihn zu bewegen, noch einige Tage zu verweilen, bis er mit groͤßerer⸗Sicherheit ſich auf den Weg machen koͤnnte. Wohl ſah er ein, daß der blutige Ueberfall in ſo großer Nähe ihres Verſtecks, die ganze Gegend ſchon dieſe Nacht mit Bewaffneten erfuͤllen wuͤrde, und erſt nach einigen Tagen ihres Lergeblichen Spuͤrens, ein guͤnſtigerer Zeitpunkt zur Entfernung eintreten köͤnne, um nicht durch das verungluͤckte Wagniß zum Verraͤther ſeiner Wirthe werden zu muͤſſen⸗ So blieb er denn; und auch von den Uebrigen verließ keiner, waͤhrend der folgenden Tage; den ſichern Schlupfwinkel. Kaum aber beſichteten die ausgeſendeten Spaͤher die Wiederkehr der Ruhe,