So vergingen Tage und Wochen in gleicher Einförmigkeit. Nie war er zu bewegen, Herrmann beim Iagen zu begleiten; ſein Geſpraͤch machte ihm keine Freude, und die rohe Luſtigkeit des gemeinen Haufens floh er, weil ſie ihn verwun⸗ dete; ſo ward ſeine Stimmung immer truͤber und feindſeliger gegen die Menſchen, und nie hatte er ſich ungluͤcklicher gefuͤhlt.
Lange ſann der ſchwarze Toffel— den trotz aller Verwilderung die angeborne Guͤte nicht ganz verlaſſen— darauf, ihn zu erheitern, bis end⸗ lich ein gluͤcklicher Einfall ihm die Freude machte,
ſeinen Freund wieder einmal mit den Zuͤgen des
Vergnuͤgens zu erblicken. Finſter wie immer, ſetzte dieſer ſich eines Morgens vor'e Thor; ſei⸗ nen braven Treu liebkeſend, da hoͤrte er das Wiehern eines Roßes, und den Blick auſſe. lagend, ſah er ſeinen treuen Rappen. Nit einem lauten Willkommen hing er an des Thieres Halſe, eind ſiog dann im naͤchſten Augenblick an den des laͤchelnden Raͤubers.
„Ja, Bruͤderchen! was die Liebe nicht thut,“ erwiederte dieſer auf ſeinen Dank.„Im⸗ mer habe ich auf meine Reputation gehalten, und n nun um Deinetwillen in Gemeinheit verſun⸗


