doch erroͤthend es ſogleich wieder niederſchlug, da faͤhlte auch er ſeine Wangen ergluͤhen, und ſich von ſeltſamer Bloͤdigkeit befangen. Erſt das aͤngſ⸗ liche Beben ihrer Hand mahnte ihn an die Noth⸗ wendigkeit, etwas zur Beruhigung der Zitternden
n ſagen.
„Fuͤrchte nichts, Marie! die Gefahr iſt vor⸗ uͤber, und ich bin ein Freund Deines Vaters.“
„Meines Vaters?“ fragte ſie ermuthigt:
„D, ſagt mir! iſt Er wohl? Iſt das entſetzliche
Schickſal der Stadt gnaͤdig an Ihm voruͤbergggan⸗
gen? Wird Er bald bei uns ſeyn? „ Bald, recht bald, hoffe ich,“ antwortete Guͤldenſtern mit ſchmerzlicher Beklommenheit. „Und warum nicht ſchon jetzt?“ „Noch ſind die Straßen nicht ſicher.“ „Ach wie viel Thraͤnen haben wir um Ihn vergoſſen! Selbſt der Schlaf gab mir keinen Troſt, denn fuͤrchterliche Traͤume zeigten mir den theuren Greis in ſteter Gefahr, und als nun geſtern Abend die Nachricht von Pirna's Fall hierher gelangte, da habe ich die ganze Nacht durchweint. Aber nicht wahr, es iſt kein Schade um die Thraͤnen?
Er iſt ja wohl! auch haben ſie mir dus Her
erleichtert.“
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