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Wittgens Raubschloß : eine Sage / [August Rublack]
Entstehung
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ſpaͤt iſt, ich kann nicht mehr.“ Er kennt Dich, Marie! und iſt ſo gut— mir hat er die Wangen geſtreichelt.— Gewiß der thut Dir nichts. „Gewiß!“ nahm Guͤldenſtern ſeine Aeu⸗ ßerung auf, indem er zugleich des Mädchens Hand faßte, und ſie vom Boden erhob. Aber als ſolches nun vor ihm ſtand, verſagte ihm die Zunge den Dienſt, die Rede fortzuſetzen, und voll Ueberraſchung und Wohlgefallen, betrachtete er die liebliche Erſcheinung. Auf der zauberiſchen Stufe der Entwickelung, wo das Maͤdchen zur Jungfrau gereift, ſich ſelbſt ein Raͤthſel iſt; wo es durch die vermehrte Achtung der Maͤnner, im Gefuͤhle höherer Wuͤrde und der verſtohlnen Ahnung und Sehnſucht nach einer noch unbekannten Selig⸗ keit, und doch noch im vollen Beſitz kindlichen Frohſinns und maͤdchenhafter Schuͤchternheit, in ſo reizender Befangenheit ſich zeigt; ſo ſtand Ma⸗ rie, ein ſchlankes, zartes Weſen, vor ihm da. Ihre ſchoͤne Geſtalt gewann noch durch die eln⸗ ſache Kleidung, und als ſie nun einen Augen⸗ blick das geneigte Haupt erhob, von welchem die langen blonden Locken, das Geſcht halb verſte⸗ ckend, uͤber den gufknospenden Buſelt wallten, und das thränenfeuchte Auge guf ihn tichtete,