ja ohne Raſt herumzufuͤhren, und ſtieg dann den felſigen Hohlweg hinauf, der zum hintern Theile des Schloſſes fuͤhrt, als aus dem, in den Stein gehauenen Seitenpfoͤrtchen deſſelben, welches eine Freppe öffnete, die durch den Felſen ſich wand, ein Knabe hervorſturzte, und weinend nach ſeiner Schweſter rief.
„Wie heißt Deine Schweſter?“ fragte Guͤl⸗ denſtern, indem er Ihn beruhigend liebkoßte.
„Marie“
„Marie Bodelius?“
„ So kennſt Du ſie?— Ach, wenn ſie ſich nur kein Leid gethan! O, komm nur mit! ich weiß ſchon wo ſie iſt.— Marie! Marie!“ rief er mit den herzterſchneidendſten Toͤnen der Angſt, und eilte uͤber den zweiten Hof dem kleinen freien Platze zu, wo der Brunnen ſich durch den Felſen ſenkte. Da der Hauptmann einen Augenblick ſpaͤ⸗ ter als der ihm vorausfliegende Knabe durch die Thuͤre trat, ſah er ihn, wie er den Hals der knie⸗ enden Schweſter feſt umſchlungen hielt, und, als dieſe, bei'm Anblick des Schweden, ſich empor⸗ raffen wollte, mit aller Kraft und den ruͤhrendſten Bitten ſolches zu verhindern ſuchte. 5 „Hilf mir!“ rief er ihm zu:„ehe es
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