nahen. Wenn Ihr, Herr Hauptmann, einen Eu⸗ rer Leute ſenden könntet, der mir ſagte wie es dort ſtunde! eine beruhigende Nachricht wurde mich ſanfter ſterben laſſen. Ach meine arme, bald verwaiſ'te Tochter!
„Wie heißt Eure Tochter?“ „Marie Bodelius.— Aber was fehlt Euch,
Herr Hauptmann? Ihr werdet blaß und Eure
Stimme zittert.“. „Nichts, nichts!“ erwiederte dieſer haſtig;
aber ſein Ton bewahrheitete des Alten Bemerkung. WMit geſenktem Haupte und auf den Ruͤcken ge⸗ legten Haͤnden durchſchritt er, eilig und wieder⸗ holt, das Zimmer; ſeine Bruſt arbeitete heftig und verrieth, wie die Unruhe ſeines Benehmens, eine große, innere Bewegung, einen Streit zwi⸗ ſchen Gemuth und Geiſt, und das Bemuͤhen ſol⸗ chen friedlich auszugleichen. Auch ſchien dieß ihm zu gelingen, denn ruhiger, dem ußern Anſchein nach; blieb er endlich vor dem Kranken ſteh'n, ernſt auf ihn herab blickend. Verlegen durch das Geheimnißvolle des Vorganges, furchtete dieſer⸗ ihn mit ſeinem Geſuche mißſaͤllig geweſen zu ſeyn, und bat um PVetzeihung und Vergeſſenheit
deſſelben⸗


