„Seyd unbeſorgt,“ troſtete ihn Guͤldenſtern: „ Ihr ſollt Nachricht erhalten.“
Schnell erheitert durch dieß Verſprechen und bemuͤht das Geſpraͤch im Gange zu erhalten, be⸗ gann Bodelius dem Schweden den Weg nach dem Weſenſtein zu beſchreiben.
„Ueber Dohna alſo?“ unterbrach ihn Guͤl⸗ denſtern, wie noch nicht ganz aus einem ſchweren Lraume erwacht:„ Ueber Dohna?“
„Ja, und dann entweder uͤber den Berg, oder im Thale am Bache entlang.“
„„ Seyd Ihr dort bekannt?“
„Ich? Woher ſchließt Ihr das?— Glaubt das nicht! Sagte ich dergleichen, ſo haltet es mei⸗ ner Zerſtreuung zu gut. Doch iſt mir Eure Nach⸗
richt lieb— ich reite ſelbſt. Hier meine Hand
darauf.“ Der Prebiger zog ſolche an die bleichen Lip⸗
ven, unvermögend aus Rährung und S 3
derauf weiter etwas zu erwiedern.
Da trat der Buͤrgermeiſter ein, und umarmte Gaͤldenſtern mit Waͤrme. An die Stelle des ge meßnen, kalten, faſt rauhen Benehmens von ge⸗ ſiehn, wät wohlwollende Bieberkeit getreten, welche


