„D, dann koͤnnt Ihr nicht im vollen Um⸗ fange den Schmerz eines ſterbenden Vaters begrei⸗ fen, der mitten in den Schreckniſſen des Krieges ſeine Familie ſchutzlos verlaͤßt!— Gott! was ich fuͤrchte, iſt vielleicht ſchon wahr.— Dych nein, der Ort iſt feſt; aber wie ſehr ſehnt ſich meine Liebe nach einer beruhigenden Nachricht.— Ich bin Landprediger in dieſer Gegend, und fluchtete meine Kinder nach dem Schloſſe Weſenſtein, als Euer Heer unſerm Wohnorte nahte. Mich ſelbſt rief ein unaufſchiebbares Geſchaͤft von hoͤchſter Wichtigkeit nach Pirna, und ſo mußte ich denn
eilen, bevor die Straßen unſicher wurden; und doch verſchloß die ſo ſchnelle Berennung der Stadt mir die Heimkehr. Zehn Tage habe ich nun nichte
von den Meinen gehoͤrt! Herr Hauptmann! für ein geaͤngſtigtes Vaterherz iſt das eine Ewigkeit!““
„Ich theile Euren Schmerz und Eure Sorge, armer Mann.“
„Ich weiß, Ihr ſeyd ein gefuͤhlvoller Soldat, und dieſe Veberzeugung gicht mir den Muth zu eine Bikte. Die Furcht laͤßt mich keinen Byten finden, und faͤnde ich auch einen, wie möchte es ihm gelingen, ſich ſicher durch die, mit Kriehern S Gegend, dem Ziele ſeiner Sendung zü


