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tenſchuͤſſen, die man nach den Fenſtern richtete. Plotzlich aber feſſelten ſeine Aufmerkſamkeit zwei Maͤnner, welche vor der Thuͤr eines Hauſes ſtehend, mit beguͤtigenden Worten, wie es ihm ſchien, die Eindringenden abzuhalten verſuchten. Der eine, ein Prediger, mit unbedecktem, greiſen Haupte; der zweite, eine ſtattliche Geſtalt, in ſchwarzer Kleidung; mit Mantel, Federhut und Wehrge⸗ hänge, welches aber des Schwertes entledigt warz ſeine Haltung verrieth mehr Befehl als Bitte, und das Zornblitzende Auge ſtrafte das ruhige Geſicht Lugen. Heſterling, wohleinſebend daß die ehrfuchtvolle Scheu, welche die Pluͤnderer noch in Unthätigkeit erhielt, bloß die Folge der Peberraſchung und des Zaubers ſey, welchen Hoheit und Muth uͤber den rohen Haufen uͤben, befahl einem ſeiner Pffüiere, ihnen zur Huͤlfe zu eilen, ehe die verhaltne Wuth um ſo verder⸗ bender hervorbraͤche. Zu ſpaͤt! denn kaum ſetzte der junge Mann ſein Roß in Gallvp., als ſchon ein Schuß fiel, und der Prediger niederſank. Wild fuhr ſein Nachbar auf; die muͤhſam er⸗ künſtelte Ruhe war von ſeinem Antlitz verſchwun⸗ den, Wuth, Durſt nach Rache belebten alle
Züge, und mit vorgeworfener Bruſt fortſchreitend,
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