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wie das Bild edelſter Reſignation, ſaß ſie, wie da⸗ mals im Walde von Kaltenſtein, ſie, die ewig geliebte Hermine.
Er wagte kaum an ſein Glück zu glauben; er fürch⸗ tete, die ſchöne Erſcheinung möchte in Nebel zerrinnen, wenn er ſie anrufe; er dachte dann mit liebevoller Vor⸗ ſicht, was er thun, wie er ihr nahen müſſe, um ſie nicht zu erſchrecken; da hob ſie die ſtrahlenden Augen zum Himmel auf und ließ ſie wieder über ihre Umge⸗ bung gleiten; ſie ſah einen Fremden, ſie erhob ſich, er lag zu ihren Füßen, der Heißbeweinte, der Treugeliebte! Sie ſchlang die Arme um ſeinen Nacken und beide wein⸗ ten Thränen ſeligſter Freude.
Noch denſelben Tag wurde der heimgekehrte Herr den Bewohnern der Sternberg'ſchen Dörfer jubelnd von Herminen vorgeführt, das Document vor aller Augen ausgeſtellt, aber auch noch denſelben Abend, als die Freude ſich am lauteſten äußerte, fuhren Alfred und Hermine nach der Stadt, in welcher Franz unter dem Schutze ſeiner treuen Hüterin Gertrud geblieben war.
Wie viel hatten die Seligvereinten einander mitzu⸗ theilen, die jetzt Bruſt an Bruſt geſchmiegt durch die warme Sommernacht hinfuhren!
„Und wie kamſt Du auf den glücklichen Gedanken, hierher zu pilgern, mein Alfred?“ fragte Hermine.


