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„Fahre zum Wirthshauſe, laß Dir Speiſe und Trank geben und verſorge das Pferd, ich komme ſpäter hin“, ſprach der Herr zu dem S und ſchlug den Pfad nach dem Walde ein.
Als der Kutſcher davongefahren war, blieb der Reiſende ſtehen und ſah ſich um.
„Alſo einen andern Beſitzer hat dies Schloß, es wohnt kein Sternberg mehr hier!“ ſprach er und ſeufzte tief.„Für ihn können die Familienportraits der Stern⸗ bergs keinen Werth haben“, murmelte er.
Er nahm den Hut ab, wiſchte ſich die Stirn und ließ ſich die Luft durch ſein ſchönes Haar wehen; lang⸗ ſam, bald hier, bald da ſtehen bleibend, ſchritt er immer weiter, bis er ſich im Walde befand.
Er pflückte Waldlilien und Immergrün; Se ſeufzte er tief.
„Was war das?“ rief er nplötlich und ſein ganzer Kör⸗ per zitterte. Neckte ihn eine Zauberin, war Diana wie⸗ der im Hain? Er ging weiter, deutlicher ſchallten die Töne an ſein Ohr; er kannte die Stimme, er kannte das Lied, er theilte mit bebenden Händen die Büſche von Brombeeren und blühenden wilden Roſen.
Dort, kaum zehn Schritte vor ihm, auf einem be⸗ mooſten Felsſtück, im hellen Gewande, noch ebenſo blü⸗ hend, aber das Antlitz voll unbeſchreiblicher Verklärung,


