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des Kindes Bettchen neben ihrem Lager ſtand; ſie be⸗ trachtete das ſchöne ſchlafende Weſen und faltete die Hände, dann kehrte ſie, nachdem ſie Gertrud einige Befehle gegeben hatte, zu dem Gatten zurück.
Sie fand ihn in ſeinem Arbeitszimmer in das Leſen eines Briefes ſo ſehr vertieft, daß er ihr Kommen nicht bemerkte; im Spiegel, dem Alfred ſein Geſicht zugekehrt hatte, ſah ſie, daß er ſehr bleich war. Jetzt legte er den Brief zuſammen und ſchob ihn in ein Fach ſeines Schreib⸗ tiſches, aber ihr entging es nicht, daß ſeine Hand zit⸗ terte Dann erbrach er das Siegel eines zweiten Schrei⸗ bens und vertiefte ſich in deſſen Inhalt, ſteckte dann daſſelbe zu ſich und ſtand auf.
Hermine wußte nicht, ob ſie Alfred nach der Ur⸗ ſache ſeines veränderten Ausſehens fragen ſollte. Er hatte einigemal ihr bei ähnlichen Vorkommniſſen in ſeiner liebevollen Weiſe geſagt, ſie möge ihn niemals fragen; ſo kam es, daß ſie es jetzt nicht wagte, aber ihr Herz pochte ungeſtüm, ihr Lächeln, mit dem ſie ihn zum Thee in den Garten einlud, war erzwungen; ihm ſiel es offenbar nicht auf, denn ſonſt würde er ſie beruhigt haben.
Allein es war nicht Alfred's Gewohnheit, ſich lange ſeinem Unmuthe hinzugeben, lebten ihm doch die höchſten
Güter ſeines Lebens, ſein Weib und ſein Kind.. Heiter
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