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erſten Preis erhielt, konnte ich nur mit Mühe eine Rüh⸗ rung zurückhalten, welche den Spott meiner Kameraden erregt haben würde, und als ich mein höchſtes Glück errang, Dich, meine Hermine, da war mir, als ob ich ſterben möchte, denn ſobald mir nichts zu wünſchen bleibt, iſt mir zu Muthe, als ſollte ich oder könnte ich doch das Theuerſte verlieren. Dagegen habe ich Schickſalsſchlägen ſchon muthig die Stirn geboten und durch die kleinlichen Quälereien, welche das menſchliche Leben mit ſich bringt, mich niemals länger als einige Minuten ſtören laſſen, ja ich habe mein Glück dann zweifach genoſſen, wie der erfrorene Wanderer ſich am flammenden Kamine und bei einer Taſſe duftigen Thees behaglicher befindet, als der ſcheinbar Glücklichere, welcher im Unwetter zu Hauſe bleiben darf. Doch, liebſte Hermine, da iſt unſer Häus⸗ chen; iſt es Dir recht, ſo trinken wir unſern Thee, den ich auch im Sommer nicht entbehren mag, unter den blauen Syringabäumen; ich verſpreche Dir auch heute eine höchſt intereſſante Novelle zum Nachtiſch.“
Alfred half der Frau aus dem Kahn und beide tra— ten in das kleine Haus, welches eben nur Raum genug für das Ehepaar, deſſen lieblichen Knaben und eine ältliche treue Dienerin hatte, welche Herminen hierher ge⸗ folgt war.
Die junge Mutter ging in das Schlafgemach, wo


