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nähere Seitenpförtlein fuͤhrten, indem er aber den Hammer daran ergriff, ſah er ſeine linke Hand des Ringes bar, den er an derſelben zu tragen pflegte, und er dachte nicht anders, als daß ihm das Meerfraͤulein heimlich den Ring vom Finger gezogen habe, aufdaß er unwiderruflich an daſ⸗ ſelbe gebunden ſeyz da ſchauderte ihn, daß ſie ihm ſein lockiges Haar mit dem ihren zuſammengene⸗ ſtelt.
Schon war's um die Abendzeit; der Pfalz⸗ graf, benachrichtigt vom Tode ſeines Sohns, hatte Rutharden und eine ganze Schaar ausgeſendet, die Loreley lebendig oder todt zu fahen, denn dar⸗ um hatte ihn Ruthard gebeten. Loreley ſtand oben auf dem Fels, da die wilden Manner auf der ſchwarzen Flut dahergezogen kamen. Sie ſah ſtromheraufwärts, wo Hugbert bliebe, ſie rief hernieder: Loreley! Loreley! nach ihrer Weiſe. Da ſchrie Ruthard höhnend hinauf: wir bringen Dir einen Gruß von Deinem Buhlen Hugbert, hat uns den Brautkuß für Dich mitgegeben, der verlobt Dich ihm, komm herunter, daß Du Dir ihn holſt, oder ſchaff' uns zu Dir hinauf ohne Gleiten! O Du ſchoͤne wilde Loreley, magſt uns nicht fahen, wie Du den Hugbert Dir ge⸗ holt?


