Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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Hugbert! Mit dem letzten Wort war ſie ſchon untergetaucht, Hugbert auf dem Kahne, er ſah ſie nicht mehr, unter ihm aber ſangs noch leiſe?

Loreley! Loreley! und war's nicht anders, als erſtick⸗

ten endlich Thränen den rufenden, ſehnenden Laut. Hugberten trug der ſchwanke Kahn mit ſol⸗ cher Sicherheit, als waͤr' ihm ein ſorglos ſpielen⸗

des Kind anvertraut, uͤber die gefaͤhrliche Stelle

hinweg, an das Ufer rechts, wo die Veſte Eh⸗ renfels, uͤber luſtigem Weingelaͤnd, in den Morgen hineinfunkelte. In deſſen Strahlen er⸗ munterte ſich auch Hugbert allmaͤhlich von den traumartigen Begegniſſen der Nacht; doch Zwei⸗ fel und ſuͤße Heimlichkeit, Verlangen und Grauen kaͤmpften gerade ſo in ihm, wie unlängſt vor ſei⸗ nen Augen Nacht und Tag. Bald vergegenwär⸗ tigte er ſich Loreley's Antlitz, wie es ihn angelä⸗ chelt im Ampelglanz der Kirche von druͤben, und war's ihm, als hätte er ſie in jener vollen Glanz bringen ſollen, dann wuͤrde aller Schauer gewi⸗ chen ſeyn; beſann er ſich darauf wieder, wie ſie der Hahnenſchrei verſcheucht, da wollte es ihn ge⸗

mahnen, als ob ein Geſpenſt bei ihm geſeſſen im

Grauen des Abends und der Nacht, und es wun⸗ derte ihn, daß es ihm nicht ſein Leben gekoſtet. Er ging zur naͤchſten Winzerhuͤtte und erbat