Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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auf dem Rheine, ſprach die Jungfrau. Dort ſind die verſteinten Meermänner, die Berge, auf des einen Fußzeh ſitzen wir, die iſt nun ſchlor⸗ weißer Stein, ſo lang' her iſts, daß er ſie da aus dem Kuͤhlbade herausſtreckt, moͤcht' angeln mit ihr nach allen Schifflein, die luſtig den Rhein hinauf und hinunter fahren! Hier ſinken ſie unter, bei dem Steine da, und dort, wo ich hinabſchau' auf den Strom, da nahebei kommen die Truͤm⸗ mer empor*), aber nichts Lebendes, das iſt ver⸗ ſchluckt!

Weit gegenuͤber hatte ſich ein Lichtlein ent⸗ zuͤndet, es war eine Ampel vor einem Altar der Clemenskirche am andern Ufer. Der matte, wie noch ſchlafmuͤde Glanz ſchlich langſam durch die Gegend und warf hie und da einen Strahl, da glaubte Hugbert bald den Mäuſethurm ganz nahe und vor und hinter ſich, an den Hohen hängend, wohlbekannte Burgen zu erkennen.

* k*) Anmerk. Es iſt eine Sage am Rhein, daß die

Fahrzenge, die im Binge rloch verſinken, bei der Bank in der Gegend von St. Goar wieder zum Vorſchein kommen.

v. Loeben's Erzaͤhl. Bd. IM. 10