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malt, eine Schweſter von ihm, die Gemahlin ei⸗ nes Wildgrafen, eben ſo im brennendrothen Klei⸗ de, wie ſich damals, gegen die Mitte des acht⸗ zehnten Jahrhunderts, die Damen auf den Par⸗ forcejagden zu tragen pflegten, wenn ſie als zierlich wilde Dianen das ſchlanke ſchimmernde Roß be— ſtiegen, wie ſchon in der armen Hirſche gluhend Blut getaucht, als ſolle der kuhle dunkle Wald umher das lodernde Feuer in ſeinen Armen erdruͤ⸗ cken. Graf Wilibald hatte dies Porträt der Wild⸗ gräfin vorzuͤglich gern; zu den ſchoͤnen ſtolzen Zuͤ⸗ gen, der wuͤrdevollen Haltung, dem praͤchtigen ſchwarzen Haar kleidete der dunkelrothe Reitrock ſo gut, dabei umſpielte Augen und Mund doch eine
zarte Furcht vor dem eigenen Wagſtuͤck. Der
Kurfurſt dagegen, von Kopf bis zu Fuß in bläu⸗ liches Grau gekleidet, den Falken auf der Fauſt, ſtand ganz im ſchwarzbraunen Waiddunkel, die brillantne Agraſſe an ſeinem Hut blitzte darauf, die Turteltaube ſaß auf einem Aſt und bog ſich nach ihm nieder. Bei ſeinem jetzigen Beſuch auf dem Luſtſchloß wurde Graf Wilibald ſogleich, und recht lebhaft, an jenes Gemaͤlde von der Wildgräſin durch de⸗


