Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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ren Tochter, die junge Graͤſin Francisca, erin⸗ nert, die unter den im Schloß Anweſenden ſich befand. Dazu fuͤgte es ſich, daß ſie gerade ein

ſcharlachrothes Kleid trug, und bei der Tafel, wo der Graf ihr gegenuͤber zu ſitzen gekommen war,

eine Waldhornermuſik ſich hoͤren ließ. Sie ſprach ziemlich lebhaft, ihr friſches, herzkräftiges Weſen ſchien aus Innigkeit zunächſt herzukommen, der ſuͤddeutſche Lebenshauch regte ſich in allem, was ſie that. Wilibald blickte und horchte auf ſie hin, ohne daß er noch eben ſehr mitgeſprochen haͤttez wie verweinte truͤbe Augen das muntre Waldes⸗ gruͤn erquickt, ſo ſchien der Hinblick auf eine ſe anmuthige Lebensfriſchheit dem zerfloſſenen Schmer⸗ ze des Grafen gut zu ſeyn und ſein Herz wieder mit Kraft zu beleben. Francisca hingegen ſchien nicht ſobald zu bemerken, daß er an ihrem Ge⸗ ſpraͤch Antheil nehme, als ſie die Heiterkeit deſ⸗ ſelben milderte und ernſter und ſtiller aus ihren großen, frohen Augen herausblickte. Dem Grafen entging dies nicht, doch gab er ſich von da an Muͤhe, heiterer zu erſcheinen. Der Grund dieſes Beſtrebens mochte ihm ſelbſt wohl noch unklar ſeyn, und gewiß ſuchte Francisca in ihrem unbe⸗