Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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war ihm manchmal, als gäbe ſich nun kund, daß ihn Joſepha nicht geliebt, ſie habe darum weniger Zaͤrtlichkeit fuͤr Aloyſien gehabt, oder ihm wohl gar bei der Minderjaͤhrigkeit des Kindes ein eifer⸗ ſuͤchtiges Mißtrauen und Mißgönnen gezeigt, und Aloyſia werde vielleicht in jenem Kaͤſtchen die Be⸗ rechtigung zum Gebrauche der Juwelen finden⸗ So liegt das Mißtrauen immer im Bereich eines unbefriedigten Gefuͤhls! Wilibald gab dem heim⸗ lichen Rath und der inneren, ſchwankenden Ver⸗ ſtimmung nach, die Juwelen wurden im Wand⸗ ſchrank bei jenem verſchloſſenen, fuͤr Aloyſien be⸗ ſtimmten Käſtchen verborgen, aber die Redlichkeit des Grafen ließ dieſes heilig unverſehrt. Seit Joſephens Tod hatte er die große Welt vermieden, faſt ungern trat er aus ſeiner Einſam⸗ keit wieder heraus. Seine Zerſtreuungen beſtan⸗ den aus Jagd und Bücherleſen, zu jener ermun⸗ terten ihn die ſchoͤnen Buchen- und Eichenwälder eines Gebiets, zum Leſen ein reich ausgeſtatteter Saa im Schloß. Unfern lag der Sommerauf⸗ enthalt eines geiſtlichen Kurfuͤrſten. Aus den Fen⸗ ſte ndes Schloſſes, uͤber den friſchen Fruͤhlings⸗ ua hin, ſah man den weißen Glanz des prächti⸗