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erwiedern koͤnnen, aber die edle, ſich ſtets gleich⸗ bleibende Ruhe, die ihrem Weſen eigenthuͤmlich war, ließ ihn vielleicht waͤhrend der kurzen Zeit ihrer Ehe uͤber die Stärke oder Schwaͤche ihrer Erwiederung in einer gluͤcklichen Ungewißheit. Die Gräſin trug ihre Diamanten faſt niemals; nur Wilibald zu gefallen, legte ſie dieſelben einigemal an und ſchien froh zu ſeyn, wenn die Kammer⸗ frau ihr am Abend den Schmuck abnahm, als brenne er ſie. Dem Grafen uͤbergab ſie vor ihrem Abſcheiden einen Schluͤſſel und bedeutete ihn, im Wandſchrank, wozu derſelbe fuͤhre, werde ſich ein verſchloſſenes Kaͤſtchen ſinden, worin ihre Tochter, wenn ſie das zwanzigſte Jahr zuruͤck gelegt, oder zuvor in den Brautſtand trete, die Urſachen ange⸗ geben ſinden werde, aus welchen das diamantne Erbtheil ihr von ihrer Mutter entzogen worden ſey. Wilibald, ſetzte ſie hinzu, Du ſahſt es gern, wenn ich dieſen Schmuck trug, nun will ich ihn nicht wieder ablegen, bis wir uns wiederſehn,— die Perlen, die wir hier weinen, ſammelt unſer Engel und ſchuttet ſie als Diamanten in Gottes Schoos.— Wilibald ſtrömte bei den letzten Wor⸗ ten ſein Gefuͤhl in ſtummen Thränen aus; gleich


