Teil eines Werkes 
2 (1827)
Entstehung
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gelt, und ſah eben ſo nachdenklich auf die Juwe⸗ len, die ihm vom ſchwarzen Sammetgrund im Käſtchen entgegenblitzten, wie vorhin in die Schim⸗ mer am Teich, auf ſapphirblauem Grunde ſpielend. Die Worte des Kindes klangen in ihm wieder, ſie vergegenwärtigten ihm, wie derſelbe Schmuck, den er hier vor ſich ausgebreitet, Joſephens bleiches Antlitz, kalte Hand im Sarg umſtrahlt hatte; ven plotzlichem Schauer ergriffen, ſchlug er den De⸗ ckel des Käſtchens zu und ſchob es, das Geſicht ab⸗ wendend, wieder in die Mauer hinein. Dann trat er an das Erkerfenſter und ſtarrte lange Zeit auf die zwiſchen Schnee und Bluͤthe mitten inne ſtehende Welt, als ſchwindele ihm. Es war der ſterbenden Graͤfin letzter Wunſch geweſen, die koſtbaren Juwelen, welche ſie von ihrer Mutter geerbt, moͤchten mit ihr begraben werden. Im erſten Augenblicke ihres Verluſts war in Graf Wilibald die vollkommenſte Gleichguͤltigkeit fuͤr alles Irdiſche, iſt es doch immer, als zögen un⸗ ſere abſcheidenden Lieben uns uͤber daſſelbe ſich nachz die Graͤfin, der Gegenſtand eines warmen Ge⸗ fuͤhls in ſeinem Herzen, hatte, mit einer tieferen

Zuneigung kaͤmpfend, dieſes von Anfang an nicht