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ter Anſelmo.„Ja, ich bin ein wilder Lo⸗ we geworden!“ ſeufzete er;„doch es iſt nicht meine Schuld, man hat mich dazu gemacht; allein gegen Amna bin ich zu hart geweſen! Es liegt ja in der Natur des Wei⸗ bes, wo wir verdammen, zu entſchuldigen. Sie hat mich nicht verrathen, weil ſie nicht unterlaſſen konnte zu lieben, was mir genug gekoſtet hat, haſſen zu muͤſſen. Ich will ſie wiederſehen! Ach, wenn es nur nicht zu ſpaͤt iſt! Iſt nicht dieſer Traum der Vorbote einer traurigen Wirklichkeit? Ach, wie gern mochte ich ſie doch einmal ſehen!“
Als es Tag wurde, zog er ein einfaches Kleid an, und ritt ganz allein nach dem Kloſter. Er trat in das Sprachzimmer und fragte nach Signora Canori.
„Sie iſt unter uns nicht mehr, bekam er zur Antwort.
„Alſo geſtorben?“
„Geſtorben? Ja, ſo iſt's! Es iſt ſchon lange her!“ 24


