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Ricciardo kehrte erſchrocken um, ohne ein Wort weiter zu ſagen, und ging in die Kir⸗ che; ungeachtet er dies geahnet hatte, er⸗ ſchuͤtterte ihn doch dieſe Nachricht; es war die erſte, die ſeit vielen Jahren ihn bewegt hatte. Er konnte nicht mehr mit ihr reden! Er wollte zum mindeſten ihre Aſche ehren; der reiche Mann wollte ſeiner Ehefran ein koſtbares Denkmal errichten, da ſie ſelbſt nicht mehr ſeinen Glanz theilen konnte. Er fragte einen Kirchendiener nach ihrem Grabe.
„Donna Canori?“ antwortete dieſer, ſich beſinnend:„Hier iſt keine Donna Canori be⸗ graben. Scht ſelbſt nach: jede Leiche hat ihren Stein.“
„Donna Anna Canori, ſage ich, eine
vornehme Frau, die ſich im Kloſter aufge⸗
halten und daſelbſt geſtorben iſt. Ihr muͤßt ja wiſſen, wo ſie liegt!“
„Sie iſt nicht hier, Signor! Sie muͤßte denn im Kloſtergange unter den Nonnen be⸗ graben ſeyn.“


