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Die Wüste in Paris : Novelle / Nach d. Franz. d. Damen Marie d'Heures u. Renée Roger frei bearb. von L. Kruse
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leben, dieſe heilige Gluth zu theilen, Verzei⸗ hung der unbegreiflichen Vergeſſenheit ſo vieler Anmuth zu erhalten.

Das Wort Vergeſſenheit rirf Ma⸗ dame de Loſtanges in ſein Gedächtniß zurück. Jetzt war die Reihe an ihr, der Vergeſſenen und Verlaſſenen, ſich über ſeine Untreue zu be⸗ klagen. Er hatte der Madame de Sorbelle nie etwas verſprochen, und oft wiederholte Betheue⸗ rungen feſſelten ihn an Marien. Leichtſinnig, flatterhaft ſelbſt in der Liebe, erkannte Eugen freilich ſich ſelbſt, die Möglichkeit war ihm aber nie eingefallen, ſein Ehrenwort verletzen zu können.

Wenn die Zeit gekommen war, daß er ſeine Verpflichtungen erfüllen ſollte, wollte er Ma⸗ rien ganz ſein Herz eröffnen; er fühlte ſich bei⸗ nahe überzeugt, daß es das ihrige befriedigen würde, ihre Unabhängigkeit zurück zu erhalten; erſt frei, wollte er eilen, ſich um Emma's Hand zu bemühen. Allein er durfte ſie indeſſen nicht in

Unruhe über ſeine Geſinnungen laſſen; er mußte ſie vor Allem ſehen, ihre liebende Seele tröſten,