S 83 auch zugleich, daß er ſtraffällig ſei; dennoch hielt er Mariens würdevolles Stillſchweigen für, übertriebene Strenge, und beſchuldigte ſie im Stillen der Launen und der Eigenſucht, und, als wenn ſie die Schuldige wäre, verlangte er⸗ daß ſie den erſten Schritt machen ſollte. Eines Tages indeſſen war es ihm, als kehrte ein Anflug der verſchwundenen glückli⸗ chen Zeit zurück. Der Himmel war trübe und hing voller Wolken; der Major ſchien wider geſtehen zu wollen, daß er Langeweile hätte, noch daß er begierig wäre, zu wiſſen, was außer den Mauern ſeines Eigenthums vorging. Seine ühle Laune ergoß ſich über die ſchlechte Witte⸗ Madame Dervilliers, die in dem Herzen des Gatten las, aber zugleich wußte, daß der Ge⸗ danke, ihn errathen zu haben, ihn nur verletzt haben würde, äußerte auch ihre Unzufrieden⸗ heit mit dem Regen, und verſetzte lächelnd: „daß in der That die Wiſſte nur für den Som⸗ mer paſſe.““
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Die Wüste in Paris : Novelle / Nach d. Franz. d. Damen Marie d'Heures u. Renée Roger frei bearb. von L. Kruse
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