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„„Nun! habe ich nicht mit Recht voraus⸗ geſehen, daß der Winter unſre Einſamkeit ent⸗ zaubern würde?““ ſagte Marie; und zum er⸗ ſten Mal ſeit lauger Zeit ruheten ihre Blicke auf Eugen, indem ſie hocherröthend mit leiſerer Stimme hinzufügte:„was den zweiten Theil meiner Wahrſagung betrifft, ſie iſt noch weit früher in Erfüllung gegangen!““ Sie wollte dieſe Worte mit einem Lächeln begleiten, aber es ſcheiterte auf ihren Lippen, und ein leiſer Schmerz malte ſich in ihren Zügen.
Eugen faßte ihre Hand. Der zitternde Ton ihrer Stimme hatte ſeine innerſte Seele getroffen, und alle die Empfindungen erregt, an die ihre Worte ihn errinnert.
Dieſer Augenblick hätte von Erfolg ſeyn können. Eugen ſchien tief zu fühlen, wie un⸗ klug, ja beinahe gefährlich es immer ſei, im Laufe des geſelligen Lebens einmal angenomme⸗ ner Sitten und Begriffe ſich überheben zu wollen, und daß die wahre Liebe dauernder als vorübergehende Aufloderung ſei. Ein aufrich⸗


