„Wir waren Freunde!— In jugendlichem Uebermuth dachten wir ſelbſt daran, unſre Kin⸗
der, obgleich ich wenigſtens noch keine hatte, zu
verbinden. Ich habe keine Tochter“— fuͤgte der Oheim geruͤhrt, mit ſonderbarem Gewicht hinzu.
„Sie haben Schweſterkinder!“ ſagte Guſtav ſanft,„und ſo bin ich ja dennoch Ihr Sohn ge⸗ worden.— Von Ihrem andern Sohne, meinem Freunde Axel, habe ich einen Auftrag an Sie, den ich nur in dieſem Augenblicke ausführen kann.— Ich haͤtte ihn nicht ſo lange verſchoben, wenn ich nicht haͤtte befuͤrchten muͤſſen, dadurch einen alten Schmerz bey Ihnen zu erregen.— Nun aber muß ich—
„Nun!“ erwiederte der Oheim, deſſen Ge⸗ ſichtszuge alle augenblicklich den Ausdruck eines finſtern Schmerzes verriethen.—„So thun Sie nur gerade zu, was Sie muͤſſen.—“
„Sie haben Axel einſt, in einer prophetiſchen Stunde, hat er mir geſagt, vor der Graͤfin Ban⸗ ner gewarnt. Er liebt ſie!—


