Beförderer der Verirrung eines Weſens ſah, mit dem, ſo ganz von ihrem weiblichen Standpunkte hinweggeriſſen, er doch im Grunde ſeines Herzens Mitleid empſinden mußte. Er durchlas die Zei⸗ len noch ein Mal; da flößte ihm ein zweiter Gedanke ein noch großeres Erſchrecken ein. „Und das Tuch“ ſtammelte er„verlangt ſie jetzt zuruͤck, als das Heichen des Bundes, als das des ſchonſten Tauſches!— Es ſoll ihr meine Einwilligung bringen und— großer Gott!— ſie hat es, ſie muß es bekommen, ehe ich es hindern kann, und zu einer Zeit, wo es als eine nicht ſchnelle, nicht genug beſchleunigte Ein⸗ willigung ausſchen muß! und ich ſäume noch? Fort, fort! hier iſt keine Zeit zu verlieren!“ Er ſturzte nach der Thür, doch ſo wie er ſie öffnen wollte— blieb er regungslos ſtehen. Er ſah augenblicklich ein, daß er vor allem Ruhe und Faſſung brauche, und kehrte langſam ſich zu ſammeln um. Es gelang ihm erſt nach langem innern Wuͤthen; aber es ſtand feſt, er mußte
unter irgend einem Vorwande ſelbſt fort. Er
mußte einem ſo ungeheuren, ihn ſo tief beleidi⸗ genden Mißverſtändniſſe ſobald wie möglich vor⸗


