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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 2
Entstehung
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ſeinir Tochter ſchon alle Vorkehrungen getroffen, um dem Hofe und allen adlichen Zirkeln die be⸗ vorſtehende Hochzeit auf eine ſolche Weiſe anzu⸗ kuͤndigen, die jede denkbare Zuruͤcktretung von allen Seiten unmöglich machte. Mit einer rau⸗ hen Offenheit, die Hedwiga's, aber faſt noch mhr des Grafen Zartgefühl verletzen mußte, nahm er keinen Anſtand, mit lautem Lachen die mannigfaltigen Geruchte der Stadt, ja ſelbſt leicht⸗ ſinnige Aeußerungen anzufuͤhren, die ſowohl die Tochter, als den Braͤutigam dem Lächerlichen Preis gaben.„Allein,“ fuͤgte er hinzu,„wir wollen bald das Gelaͤchter auf unſete Seite brin⸗ gen, denn um die ſcharfen Pfeile der unverſchäm⸗ ten Welt gegen ſie ſelbſt zuruͤckzudrängen und ihr zu beweiſen, wie wenig ſolche Aeußerungen Ein⸗ druck auf uns gemacht, will ich eben die Lach⸗ luſtigſten zu einer Hochzeit verſammeln, deren Glanz und Oeffentlichkeit ihnen noch groͤßeren Stoff zum Aerger geben ſollen.“

Eine dunkle Wolke zog ſich ſichtbar über Gu⸗ ſtavs Stirn, obgleich er ſich Muͤhe gab eine gleichguͤltige Miene anzunehmen, und er wußte in der Stille Hedwiga warmen Dank, der ſich