— 34—
fuhr durch den Hund und das Geſchwuͤr mitten in's Hetz hinein— Da war es mir, als ſtrömte deſſen Blur woͤhlthuens heraus, und meine Thrä⸗ nen fielen auf das ſterbende Thier, aber ſeine treuen Augen verwandelten ſich in die Augen der Freundin, von der ich es bekommen, und mit dieſen Augen ſtatrte es mich ſo ſcharf an, paß alle Lebenskraft in meinem Herzen verdorrete, während die weiße Wolle des Thieres zu einem
Leichentuche wurde, das den verkörperten Schat⸗
ten meiner Gedanken werhuͤllte. Es zuckte um das Geſchwür, als ſchmerze es auch, doch em⸗ Ppfand ich keinen Schmetz; denn das Herz war durchbohrt und todt und ich erwachte.— Nun niſt es mit, als könne das Loben dieſes Thiers réitiſt das meinige erretten— ich gäbe vieles däruf) daß ich es wieder hätte⸗“
,Denke nicht daran!/“ rief die Alte finſter und dumpf.„Das Todte kömmt nicht wieder⸗“ Das weiß ich zwar, aber auch was ich mede⸗ Ich bereuete damals bald mein raſches Gebot. Der Diener, der dies merkte, geſtand mir, daß der Pudel noch am Leben und in Euten Händen ſeys mein Unmuth war verraucht,


