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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 2
Entstehung
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„Er iſt,“ ſagte die Alte nach einigem Beden⸗ ken,„ein Erbſtuͤck von meiner Mutter.“ „Und wißt Ihr nicht, woher ſie es hatte?“ „Von der Großmutter, Herrin! und fragſt Du noch weiter, wurdeſt Du doch noch immer horen: von ihrer Mutter. Es iſt ein altes Heiligthum, das ſich in unſerm Geſchlechte lange fortgeerbt hat. Die Ur⸗, Ur⸗, Urgroßmutter ſoll es von einem maͤchtigen Könige einſt bekommen haben, dem ſie ein heilſames Getränk gereicht, doch gewiß nicht heilſamer als dasjenige, das ich jetzt Deinen pen darreiche. 44 „Das Getränk,“ erwiederte Ulla, die Blick davon nicht abgewendet hatte,„duftet mir betäubend entgegen und iſt dunkel wie Blut, ich weiß nicht warum, aber es ſchaudert mich davor.“ „Das macht die ungewohnliche Stunde, die Du nuͤchtern im Freien zubringſt. Ei, Gold⸗

chen!“ verſetzte die Alte mit ſeltſamen Lächeln,

„mißtrauiſch biſt Du doch nicht gegen die, die Dir in Liebe zugethan iſt, und an Deiner Wiege ſtand, Grafin Ulla, als Du mit einem gewich⸗ tigern Namen genannt wurdeſt, der mir noch er⸗

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