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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 2
Entstehung
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ſichtig einen kleinen Schwamm mit wenigen Tro⸗ pfen und verbarg ihn heimlich; dann legte ich Heilkraut darauf, winkte ihr ein Lebewohl zu,

und ſchickte mich an ſie zu verlaſſen. Sie hielt

mich aber beſtuͤrzt zuruͤck, und wollte fragen, da legte ich ihr den Finger auf den Mund und ſagte: Bei mir muß das Werk vollbracht werden. Wirſt Du aber einſam und wortlos, ehe die Sonne das Dach beruͤhrt, in die Nacht meiner Hutte treten, ſo muß ich Dir Antwort geben, ob auch wider Willen! Dein Madchen kennt den Fußſteig, und ſelbſt unbegleitet kannſt Du ihn nicht verfehlen.—„Horch! horch!“ „Du biſt ein Teufelsweib, Mutter!“ rief Arwed ſich vor Freude die Haͤnde reibend⸗ „Eben weil ſie gewiß kommen wird,“ fuhr die Frau ſchlau laͤchelnd fort,„iſt der Fremde mir viel zu fruͤh erwacht— ich begreife es nicht, denn was ſollte ihn wohl gewaltſam aufgeſtoͤrt haben. Hm!— es iſt nun ein Mal ſo! doch es

hut nichtz. Er wird wohl dafür ſorgen, daß

ihre Augen ihn erblicken, und das treue Blut

des Getödteten bindet genug.—“