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kannte, wozu ich beſtimmt bin.— Ich nahm mich zuſammen, uͤbergab den Fremden Dir und eilte mit Muth zu dem Fraͤulein.— Sie erwar⸗ tete mich mit Ungeduld.„Ho ho! Goldchen!“ begegnete ich ihren ungeſtuͤmen Fragen,„Du haſt mir ein Werk aufgetragen, das nicht leicht, und ſchwer zu verantworten iſt.“—„Das werde
ich thun,“ rief ſie.—„Das muß ich ſelbſt!“
— ſagte ich ruhig, obgleich ich innerlich bebte, ich weiß nicht warum—„Du mußt mir nur das Werk leichter machen! um die wahre Quelle Deines Bluts zu erkennen, muß ich es pruͤfen.“— „Koͤnnt Ihr nur das Räthſel der Vergangenheit mir enthuͤllen,“ ſagte ſie heftig,„ſo prufet es wie Ihr wolltz ich gebe es gern darum!“—„Auch Deine Zukunft,“ ſagte ich mit Zuverſicht,„denn ſie entſpringt aus Jener; und Deinen Urſprung verraͤth ſchon der blendende Schnee dieſes weichen Armes“— ich ſtreichelte ihn liebkoſend, und druͤckte meinen Mund darauf—„„verhalte Dich nur ganz ſtill,“ flüſterte ich leiſe. Sie ließ mich gewähren und meine heißen Lippen zogen die feine Haut mit aller Gewalt an ſich. Es entſtand eine kleine Wunde; ich fuͤllte vor⸗ 2*


