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mein Geiſt iſt ja ſelig an Deiner Seite in einer fernen, ſtillen, verborgnen Freiheit. Sage mir, was iſt doch Liebe zum Vaterlande anders, als die edelſte Feſſel an das Irdiſche, die der Sinn, um in das höhere Vaterland ohne abwärts ge⸗ wandte Sehnſucht zu gelangen, doch auch ab⸗ ſtreifen muß. Dort, wie hier, werde ich ja auch nicht mehr Graf heißen!“
„Wo Du biſt iſt meine Heimath, Guſtav! — aber unſere Eltern—“
„Sind ſie denn hier gefeſſelt?“ laͤchelte Gu⸗ ſtav;„haben dieſe wohlthaͤtigen Flammen nicht auch ihre Angewohnheiten, die haͤrteſte, obgleich unſichtbare Feſſel des irdiſchen Lebens, geſtört? Komm, Hedwiga! wir wollen uns mit ihnen berathen! Ich habe mich nie ſo muthig zu al⸗ lem gefuͤhlt, als nun, da ich wieder mit Dir beſprechen kann, wie es mir ums Herz iſt.— Nun erſt iſt mein Weſen ganz!“
Sie waren kaum wieder in die Zimmer getre⸗ ten, als der Graf, ſichtbar ergriffen aber ruhig, ſich mit ihnen vereinte. Die Baronin war indeſ⸗ ſen zu Ulla geſchlichen; ſie fand ſie noch ruhig ſchlafend.— Der Tag verging in einer unruhigen⸗


