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Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th 4
Entstehung
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ruchte! wie haſt Du mich getaͤuſcht 1Schelte nicht, Goldchen! erwiederte die Alte zitternd und weich,ich nicht aber ich ward getäuſcht! Lüge zeugt Greuel und Blut; Wahrheit wollen die Geiſter wiſſen! Doch warte, warte ar⸗ mes Kind! ſchmerzenlos mußt Du mich horen. Schnell riß ſie den angelegten Verband ab, zog eine kleine blecherne Buͤchſe mit Balſam hervor, beſtrich damit die Brandwunden und verband ſie wieder; dann ſetzte ſie ſich auf die Hacken vor das Bett nieder, und fluͤſterte der Gräſin immer lei⸗ ſer und leiſer zu, bis dieſe nun endlich, wie es ſcheint, ruhig und tief eingeſchlummert iſt. Dann ſtand die Alte leiſe auf und ſagte mir freundlich in's Ohr; Nun bin ich ganz fertig! rufe mir nun den Gekrönten. Ich verſtand ſie nicht; dann fugte ſie heftig hinzu; Ei nun! Deinen Herrn!

Der Graf trat heraus. Die Alte ſtand ru⸗ hig mitten in dem Vorſaale, in deſſen offner Thuͤre zwei Bauern ſie mit den Blicken beobachteten. Der Graf winkte ihr in ein Zimmer hinein. Er fand ſie ſo gefaßt, ruhig und klug, als ob ſie nie von Wahnſinn ergriffen geweſen. Von