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nicht wie, aber bald befanden wir uns im vertrau⸗ lichen Geſpräͤche zuſammen.„Zu ihr!“ wieder⸗ holte ich,„zu wem?“—„Worüber haſt Du mich denn gefragt?“ gab ſie zur Antwort;„nun zu ihr, mit der Du das Brautbett beſteigen ſollſt!“— Mein Herz klopfte, als ſollte es brechen; wie konnte die fremde Frau mein tieſſtes Geheimniß ahnen? denn nur Du, Guſtav! haſt errathen können, daß dieſe Gegend mein Alles in ſich faßt, und daß ich nur dies Nachtiuartier er⸗ wählt, in der Hoffnung etwas Erwünſchtes zů“ hören; und doch war es mir als könne ſie auf meine dringenden Fragen keinen andern Namen, als den der Geliebten nennen, und das Weib, das ſonſt keinen Namen merkt, nannte ihn wirklich!“
„So weißt Du auch Weib, Freundin, Mut⸗ ter!— wie ſoll ich Dich nennen!— ſo weißt Du auch, daß ſie mich verſchmäht?“ hauchte ich tief er⸗ ſchuͤttert hervor.—„Warum nicht gar!“ erwiederte ſie trocken,„ihr Buſen iſt nur noch ohne Liebe, und die laͤßt ſich einfloͤßen. Ich kenne ſie und beſitze ihr Vertrauen, ſo wie jetzt das Deinige. Sie harret meiner in dieſer Stunde; ich habe bei ihrer Wiege geſtanden, dat weiß ſie und ehret in mir


