die Stimme, die ihre Zukunft geſegnet hat. Ich werde ihr Eingeweide mit Flammen und Sehn⸗ ſucht füllen, Sehnſucht nach Dir! Eure Kindes⸗ kinder werden mein Grab ſegnen.“—„Das willſt und kannſt Du?“ rief ich erſtaunt,„und wie?“—„Mondenlicht, Kräuter und Blut haben noch mehr vermocht!“ gab ſie ruhig zur Antwort. „Ich bin ein frommes Weib und bete den Chriſt an. Er hat die Liebe nicht verboten.“— Ich ſtarrte ſie wild an.—„Du koͤnnteſt ſie vergiften! Teu⸗ fel!“ ſtammelte ich erblaſſend.—„Ich liebe ſie wie mein Tochterchen!“ fuhr ſie ruhig fort,„oher als Dich. Nur ihretwegen biſt Du mir lieb und theuer! glaube nicht, daß Du mich dazu bewegt. Ehe ohne Liebe iſt Unheil, und ich will ihr Heil! Iſt Dein Blut denn Gift?“—„Mein Blut?“ rief ich unſicher,„wie gern ließ ich alles hinſtro⸗ men!“—„Drei Tropfen nur“ verſetzte ſie„und ich werde dafür ſorgen, daß ſie Glut und Flam⸗ men gebaͤhren ſollen!“— Ich weiß nicht zu er⸗ klären wie, allein dieſe Worte, dieſe Gedan⸗ ken goſſen ſchon ein Feuer in meine Adern, das ich, koſte es was es wolle, dem Gegenſtande aller meiner Wuͤnſche hätte mittheilen mögen. Mir
Druckschrift
Sieben Jahre. Ein Beitrag zu der geheimen Hofgeschichte eines nordischen Reiches. Aus der Mappe eines verstorbenen Diplomatikers. Th. 1
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


