Niqt allein der Truͤbſinn des Freundes machte Guſtav das Herz beklommen. Trotz ſei⸗
nes Unglaubens, ſeines hellen, faſt zu uͤbermuͤ⸗ thigen Verſtandes, der alles verwarf was er
nicht zu faſſen vermochtefhattt doch die ihn betreffende Ausſage der Alten einen widrigen Eindruck auf ihn gemacht.„Gezwungene Ehe?“ wiederholte er ſich ſelbſt.—„Lächerlich!— und wer ſollte die zu Stande bringen können. Sehe ich denn aus, als ließe ich mich zwingen? Es iſt klar, ſie hat mich durch dieſe Wahrſagung necken wollen, weil ich ihr drohete ſie zu zwin⸗ gen. Es ärgert mich nur, daß Axel nicht ſogleich durch ſolche Wahrſagung die Unſtatthaftigkeit deſſen, was ihm prophezeihet iſt, erblickt hat.— Ich glaube nicht daran, um ſo weniger, da


