Die immer beſonnene obgleich betroffene
Landraͤthin wußte indeſſen bald durch einen ſchicklichen Vorwand das Kind zu entfernen, doch ſchien ſie nicht gleich Worte finden zu koͤnnen, um die Mutter anzureden.
„Der Fluch der Welt!“ ſagte endlich Thereſe mit erkuͤnſtelter Ruhe.—„Ich wußte es ja wohl, der einzige Hafen meiner Jerfahrt iſt das Grab.— So nahe an meinem ge⸗ troͤumten Ziele zernichtet ein Hauch der Vor⸗ ſehung es, ſo wie den Rebel, woraus es
beſtand!“
„Wir ſind im Hafen, Thereſe!“ rief Lothar raſch—„nur das Gefuͤhl des Schmer⸗ zes, das Dich ergriff, verduͤſtert meinen Blick.— Vergiß nur nicht, daß die Perſon⸗ welche dieſe Anzeige nennt, ſchon laͤngſt be⸗ graben iſt.“
„Keine Taͤuſchung, Lothar!“ verſetzte Thereſe ſanft.„Darf ich dem unvermutheten Oheim,— denn in der That, daß er den ſehr allgemeinen Namen meiner Mutter traͤgt, konnte


