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Das geheimnisvolle Haus oder der Richterspruch der Welt / Lauritz Kruse
Entstehung
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Nein Thereſe; allein es iſt Jemand im Saale, der mich kennt, und auf jeden meiner Schritte merkt.

So gehe denn, rief ſie;meinetwegen ſollſt Du keinen unangenehmen Augenblick ha⸗ ben; Du mußt mich aber ganz hoͤren, Du ſollſt meine Zukunft beſtimmen. Du kennſt nicht die Frau, bei der Du mich eingemiethet haſt. Der Aufenthalt in ihrem Hauſe iſt noch ſchlimmer, als mein voriger. Ich habe ihn heute verlaſſen; meine Freundin, das einzige Weſen, das außer Dir mir einige Guͤte bezeigt, nd auch die einzige von meiner alten Uumgebung iſt, die weiß, wo ich hingekommen bin, hat mir ein kleines Zimmer auf der No. verſchafft. Das iſt ein ehrliches

Haus; Du darfſt getroſt hinkommen, nur ein

einziges, ein einziges Mal eine Unterredung

wie fruͤher, ach! Es hat ſich ein Stein auf

mein Herz gelegt; ich muß es vor Dir er gießen! Niemand ſoll Dich zu ſehen kommen, mein Zimmer ſoll ohne Licht ſeyn; ein weiſſes Band aus dem offenen Fenſter ſoll 8 Dir das Haus bezeichnen. Selbſt werde ich Dich in der Thuͤr erwarten; o ſage nicht nein, Julius!