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Nervenfieber, aber der Gedanke, daß er in den alten Ta⸗ gen ſich der offentlichen Schmach Preis gegeben habe, daß er von ſeiner geliebten Olga geachtet und geehrt, nun vor ihr als Narr erſcheine, von dem man die Maske des Wiſſens abgeriſſen;— und er war bis zu dieſer Epoche von ſeinem Wiſſen überzeugt.— Dieſer quälende Gedanke gab ihm keine Ruhe. Vergebens verſicherten ihn die Bens⸗ ki's, daß ſie ihn wie früher achten, daß ſie ihm mehr als allen gelehrten Geſellſchaften glaubten: Piroſchkow ſchämte ſich vor ſich ſelbſt, wagte nicht, ihnen grade in die Augen zu ſehen und verſchwand zuletzt, ſo daß man keine Spur von ihm finden konnte.
Die alte Benski konnte die Leiden ihrer theuren Olga nicht ertragen. Die arme Mutter quälte ſich für ſie und für ſich ſelbſt, und ihr ſchwacher Körper unterlag dieſer doppelten Folter. Sie ſtarb, ihre Tochter unter dem Schutze der Frau von Bronizin und Wanja B. szurücklaſſend. Olga überlebte den Tod der Mutter. Der Menſch kann gar manchen Verluſt, manchen Schmerz ertragen.. Die Hoffnung hielt ſie noch aufrecht. Von Zeit zu Zeit erhielt Frau von Bronizin Briefe von Newski aus weiter Ferne, und das arme Mädchen hoffte und betete..
Seit die Benskiſchen das graue Häuschen verlaſſen hatten, hatte es Niemand gemiethet, und darum befand es ſich in einem ſo traurigen Zuſtande. Nur in der letzten Zeit bemerkte man im obern Stockwerke, wo die Zerſtö⸗ rung noch bedeutender war, des Nachts ein Lichtchen, und uu daraus, daß ſich endlich ein Bewohner gefunden
abe.
Das Schickſal verfolgte das arme Mädchen auch im Hauſe der Frau von Bronizin, die im vollen Sinne die Stelle einer zärtlichen Mutter bei ihr vertrat. An einem der vielen Tage ungeduldigen Harrens, die ihr Leben aus⸗ füllten, beſuchte ſie der Graf Lawr⸗Sokolnik. Beide kamen ihm raſch entgegen, aber der traurige Blick des edlen Grafen ließ ſie erſtarren.
Petersburg am Tage ꝛc. I. 17


