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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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dem Sohne den letzten Troſt, den Segen des ſterbenden Vaters, denn dieſer Segen verwandelte ſich in Fluch und entlud ſich auf den unglücklichen Ankömmling. Es iſt derſelbe, der die Schuld trägt an dem Verderben un⸗ ſeres ganzen Geſchlechtes... Ich habe ihn überall ge⸗ ſucht und fand ihn todt. O, warum lebt er nicht mehr! Ich konnte des todten Körpers nicht ſpotten, konnte mich nicht an ſeiner Qual weiden„ lebte er

„Wanja,“ bemerkte wie gewöhnlich die alte Frau Benski, als ſpräche ſie auch jetzt mit dem armen Waiſen⸗ knaben:„Du beleidigſt den allbarmherzigen Gott Man muß auch ſeinen Feinden vergeben, die Rache iſt eine fürchterliche Sünde

Aber aus den funkelnden Augen des Zerlumpten war zu erſehen, daß dieſe Worte auf ihn wenig wirkten, und daß er dem Gefühle der Rache nicht entſagt habe, die ſich auf ein gegen die Familie B. nicht weniger als Ochtin ſchuldiges Haupt entladen ſollte.

Finski und Miller wechſelten einen Blick mit einander.

„Auf welche Weiſe kamen Sie alſo auf die Spur dieſer Dulder, wenn Ihrer Ausſage nach Ochtins Anzeige Ihnen zu nichts diente?“ fragte Umanski den Beamten.

„Sie diente uns nicht nur zu nichts, ſondern führte uns auf eine falſche Spur. Ich ſagte Ihnen ſchon, daß ein Theil der Unſrigen wie eine Schneelavine auf die Schenke fiel, die den Spitzbuben zum Schlupfwinkel diente, und ſie feſtnahm; nur dem Wirthe des„Vorgebirges der guten Hoffnung“ gelang es, durch einen unterirdiſchen Gang, den wir ſpäter entdeckten, zu entkommen. Viele der Eingefangenen hatten an dem Kinderraube Theil ge⸗ nommen und geſtanden es einz aber alle ſagten einſtim⸗ mig aus, daß ſie nur auf Befehl ihres Obern, des Häupt⸗ lings gehandelt hatten; dieſer, einer der Mörder Och⸗ tins, iſt wahrſcheinlich ertrunken. Der Häuptling hatte auf Ochtins Auftrag geh andelt, aber zu welchem Zwecke