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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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Manne, der eines ſolchen Schatzes durchaus nicht würdig war. Auch ihn beunruhigte der Gedanke an Newoki. Er dachte ihn zu bereden, mit ihm Petersburg zu verlaſſen, aber bis jetzt hatte er ihn nicht dazu bewegen können. Newski brütete etwas Verzweifeltes. Aber mehr als alles lag ihm das Schickſal des Zerlumpten und Jennys ſchwer am Herzen. In dieſer Angelegenheit war ſein eigener Name kompromittirt, weil jetzt Viele gleich Lenin zu den⸗ ken bereit waren, daß Finski die ganze Geſchichte nur zu ſeinem Vortheile erdacht habe.

Lenin bekümmerte das Duell, von dem er ſich, es koſte was es wolle, loszuſagen entſchloſſen war; er ſann nur auf ein Mittel, dieſes mit dem kleinſten Abbruche ſeiner Ehre zu erreichen. Außerdem erregte der Gedanke an den ihm von Smolnew vorgeſpiegelten Reichthum in ihm gar ſonderbare Ideen. Jetzt erſchien ihm die Parthie mit Marie nicht vortheilhaft, ſeine Stellung erſchwerend, ihn in ſeinen weitern Unternehmungen ſtörend. Er be⸗ nahm ſich mit dem armen Mädchen äußerſt kalt; dies brachte daſſelbe zur Verzweiflung. Und Marie lag noch eine andere Sorge auf dem Herzen; ſie wollte das Duell zwiſchen ihrem Bräutigam und Finski beſeitigen, und wußte nicht, wie der Sache beizukommen; ſie erwartete Hülfe von Frau von Bronizin. Olga Benski lebte nur unter dem Einfluſſe der für ſie magiſchen Gegenwart Newskis; ohne ihn glich ſie jenen Blumen, die ihre Koͤpf⸗ chen ſinken laſſen, ihre Kelche ſchließen und dahin welken, wenn die Sonne verſchwindet. Ihr ganzes Weſen war mit dem Weſen Newskis eng verbunden, und in ſeiner Abweſenheit hielt ſie nur der Gedanke an ihn aufrecht. Der ältliche Herr mit der ſchwarzen Perrücke und mit dem grauen Backenbarte, der ſonſt gewoͤhnlich ſprach, ohne darauf zu achten, ob ihm jemand zuhöre oder etwas erwiedere, war heute, wahrſcheinlich von der allgemeinen Traurigkeit angeſteckt, wenig redſelig. Auch Miller war hier Die Bekanntſchaft und ſpäter die gegenſeitige