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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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Sechstes Kapitel. Die Pefreiung.

Bei Umanski war ein kleiner Kreis naher Bekannter verſammelt. Trotz dem herrſchte ein gewiſſer Zwang, eine beſonders trübe Laune. Alle waren mit Newski be⸗ ſchäftigt, der nicht da war. Jetzt hatte er ſich mehr als je von dem ſchrecklichen Einfluſſe des Schickſals auf ſich und alle, die ihm nahe und theuer waren, überzeugt. Seine Einbildungskraft, von Kindheit auf daran gewöhnt, Smolnew als ein höheres, dem Menſchengeſchlechte feind⸗ liches Weſen zu fürchten, ſtellte ihm jetzt dieſen Gedanken auf eine ſchreckliche Weiſe verwirklicht dar. Dieſes bos⸗ hafte Weſen, das ſeinen erſten Schmerz mit Hohngeläch⸗ ter begleitete, war mit allen Unglücken ſeines Lebens eng verbunden. Die fürchterliche Kataſtrophe mit der Familie des Fürſten Aleris ſtellte Smolnew als den Dämon der Zerſtorung, der Rache dar, gegen welchen der menſchliche Wille nichts vermag, ihn hochſtens nur reizen konnte. Bei Newski war dieſes eine idée lixe, die ihn zum Wahn⸗ ſinne bringen konnte. Er ſchloß ſich, nach ſeiner Gewohn⸗ heit, in ſein Zimmer ein und empfing Niemanden. Finski beſuchte die Umanskiſchen zum letzten Male, da er noch ein Mal die ſeinem Herzen ſo theuere Marie ſehen wollte Und wem mußte er ihr Schickſal anvertrauen? einem

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