Druckschrift 
Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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die Armuth nimmt ihren Weg gerade durch die Thüre. Die Hausfrau hat ihre barfüßigen Knaben, den einen nach Waſſer, den andern nach Holz geſchickt; ein Säugling winſelt an der vertrockneten Bruſt. Die Mutter ſetzt ſich ſtillweinend ans Fenſter und erblickt durch die Fenſter⸗ ſpalte ihren Mann, der ſpät aus der Schenke kömmt... Auf der Straße iſt es öde.. Die arme Frau ſchnurrt zwiſchen den Thränen ein trauriges Lied.. hinter dem Dorfe verliert ſich eine Reihe dunkler Tannen in den trüben Horizont.. Nur ein hoher Glockenthurm durchſchneidet die Finſterniß.... Sonderbar„ unter⸗ brach Smolnew ſich ſelbſt, auf Lenin mit einem unaus⸗ drückbar boshaften Lächeln blickend;„mir iſts kalt, und Sie ſchwitzen wie in einem Schwitzbade So ſagen Sie mir doch, ich bitte Sie, ſtellt ſich Ihnen nicht ein⸗ mal dieſes Dorfgemälde vor und gibt Ihre lebhafte Phan⸗ taſie nicht Ihnen auf demſelben den erſten Platz?“

„Was für ein Gedanke Ihnen nicht einfällt!...

„Ein ſonderbarer Gedanke. Aber wenn ſich dieſer Gedanke verwirklichte. wenn Sie auch nur im Traume ein Mitglied dieſer Bauernfamilie wären... in der Hüte wohnten..

„Hören Sie auf, Agaz Agazowitſch! Sie ſcheinen ſich heute vorgenommen zu haben, mich zu erſchrecken

„Und auch Andere

Und Smolnew triumphirte über die Verwirrung Lenins, aber dieſer leichte Triumph widerte ihn bald an. Er ſtand auf und ging mit ſchnellen Schritten einige Male im Zimmer auf und ab.

„Ja, Sie haben recht,“ bemerkte er:„hier iſts wirklich warm. ſehr warm. Ich vernahm, daß Sie bald heirathen das heißt, wenn Sie Sie⸗ ger im Duelle bleiben. wenn Sie getödtet werden, heirathet Ihr Gegner Ihre Braut Das iſt ja ein wahres, des Mittelalters würdiges Turnier! Sie wollen ſich mit den Waffen in der Hand eine Braut erobern,