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Intrigant erſcheinen konnte. Mit Leuten aus allen Schich⸗ ten der Geſellſchaft bekannt, als Mann, der durch alle dieſe Schichten gegangen, wobei er in jeder von ihnen einen Theil ſeiner ſelbſt gelaſſen, verſtand es Lenin, ſeine Bevollmächtigte in Sibirien zu wählen und folgte uner⸗ müdlich ihren Schritten durch verſchiedene Agenten, die er ſich durch Dienſte oder Geld zu verpflichten wußte. Mit einem Worte, Lenins Angelegenheiten, wenn auch erſt in der Entwicklung begriffen, verſprachen die glän⸗ zendſten Reſultate. Nicht wenig hochmüthig und frech mit Andern, ertrug er geduldig, ja ſelbſt mit Unterthä⸗ nigkeit, das trockene, kalte Benehmen Smolnews. Die Sache war die, daß der Alte von dem Glanze ſeiner Millionen umgeben war und Niemand begriff ihre ma⸗ giſche Gewalt ſo ſehr, als Lenin, der ſein ganzes Leben dem Gelderwerbe geweiht hatte, und dieſes Ziel durch Mühſeligkeiten, Erniedrigungen und dann und wann durch fehlgeſchlagene Hoffnungen zu erreichen ſuchte. Ihm, als einem Zahlenmanne, konnte Smolnew mit ſeinem Gelde und Kredite nützen, überdem knüpften ihn an den Alten das gemeinſchaftliche Geſchäft: in Beziehung auf daſſelbe hing er geradezu von Smolnew ab, der das zur Aus⸗
beute des Goldes noͤthige Geld vorſtreckte. In eben dieſer Angelegenheit befand er ſich jetzt in Smolnews Kabinet.
Rathſchläge oder richtiger Befehle erwartend, betrach⸗ tete Lenin einen Viertelbogen Poſtpapier, das nur gegen fünf Zeilen langer Zifferreihen enthielt; er konnte von dieſen magiſchen Zahlen nicht die Blicke abwenden, und betrachtete ſie mit ſichtbarem Vergnügen, wie ein Jüng⸗ ling auf ſeinen zum erſten Male gedruckten Namen blickt, der in einem Journale ein Gedicht„an ſie“ ziert. Die Lenin ſo lieben Zifferreihen waren von Tſchornich, ihrem Verwalter in Sibirien unterſchrieben, und enthielten die letzten Rechnungen und die Reſultate der Kompagnie. Trotz dem, vaß dvie Goldgrabungen erſt im Entſtehen


