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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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richt zum erſten Male erhält, ſchenkt er ihr allen Glau⸗ ben; voller Entzücken koͤnnte er das Unternehmen mit be⸗ deutendem Gewinne veräußern, aber er ſchwärmt ſchon von Millionen, und für nichts in der Welt würde er ſeine Goldgrube jetzt weggeben. Aber da kömmt der Sommer, und ſeine Phantaſiegebilde verwirklichen ſich nicht. Man ſchreibt ihm aus Sibirien von den chemiſchen Prozeſſen von mißlungenen Verſuchen aller Art, von, bei dem noch nicht genau bekannten Verfahren, unvermeidlichen Irrthümern erſt mit Ende des Sommers kömmt wieder eine freudige Nachricht. Der Unglückliche ſchickt neue Geldſummen, und nun beginnen dieſelben Ausflüchte. Endlich hat er ſein Kapital und ſeine Geduld verſchwen⸗ det, und geht unter der Maſſe edler Armen zu Grunde, die bedauernswerther als die Straßenarmen, weil ſie nie um eine milde Gabe bitten,— oder er wird ſelbſt ein Goldgraber einer ſich neugebildeten Kompagnie.

Für Lenins Thätigkeit eroffnete ſich ein neuer, weiter Spielraum, wo ſeine Fähigkeiten ſich frei und auf einer breiten Baſis entwickelten. Er war ſchon Theilnehmer der dritten Goldkompagnie, die ſich jetzt Smolnew und Lenin nannte. Smolnew hatte, wie wir geſehen, ihm Newskis Antheil entriſſen. Lenin, im Elend geboren, nie eine Kopeke beſitzend, war noch ſchüchtern im Handel und an großartige Geldzirkulationen ungewöhnt. Aber es gelang ihm auf ſeine Weiſe ſeinen Verluſt zu erſetzen. Während Smolnew, nachdem er alle ſeine Abſichten er⸗ füllt ſah, ſaumſelig wurde, mit Verachtung auf Leute, die er ſo leicht zu ſeinen Planen gebrauchen konnte, und mit Geringſchätzung auf das Geld, als eine ihm nun un⸗ nöthige Sache, blickte, arbeitete Lenin voller Kraft und Hoffnung unermüdlich. Viele vertraueten ihm ihre Ka⸗ pitalien an, und er verwendete ſie, nun er bereits an den Reichthum gewöhnt war, nach einem größern Maßſtabe. Er brauchte nur ein weites Feld, wo er als Sieger, als ſcheinbarer Wohlthäter Anderer, aber nicht als kleinlicher