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Petersburg am Tage und bei Nacht. 5.-8.Bändchen
Entstehung
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ſelbſt die Hälfte dieſer Summe für Ausgaben zum Aus⸗ beuten des Goldes verwendet, ſo erhalten immer Kom⸗ pagnien, die hundert Pud Gold gewinnen— und ſolche waren bereits vorhanden— zwei Millionen reinen jähr⸗ lichen Ertrags für eine Operation von vier Sommer⸗ monaten! Dieſe Berechnung brachte Viele in Auf⸗ regung.„ Jeder ſagte: wenn die Goldgrabung in den erſien Jahren ſolche glänzende Reſultate gegeben hat, was iſt erſt in der Folge zu erwarten? Wir, die wir im Jahre 1847 leben, wiſſen, daß der Goldertrag ſchon von hundert auf tauſend Pud geſtiegen iſt, daß einige Unternehmer die reichſten Leute in Rußland geworden find; aber damals wußte man dies noch nicht, und ſchloß nur nach den glänzenden erſten Erfolgen mit Sicherheit auf die ſpäter zu erwartenden. Die nicht ſelten die Zügel ſchießen laſſende Einbildungskraft ſchuf die Ausſichten noch üppiger und lockender. Jeder von uns war Zeuge des Enthuſiasmus, mit welchem man Kompagnieen zur Ent⸗ deckung und Ausbeutung der Goldgemenge bildete. Eine Reiſe nach Amerika bot mehr Mühen und Gefahren dar, als eine Reiſe nach Sibirien; nichtsdeſtoweniger erzeugte noch vor Kurzem das bloße Wort Sibirien in den Ohren und Herzen der Ruſſen einen ſchrecklichen Wieder⸗ hall. Jetzt iſt man daran gewohnt, der Menſch gewöhnt ſich an Alles. Wenn die Goldgraber in Amerika mit den Eingeborenen zu kämpfen hatten, ſo mußten ſie in Sibi⸗ rien einen nicht weniger verzweifelten Kampf mit der Natur beſtehen. Sie mußten in Wälder dringen, die noch nicht der Fuß des nach flüchtigem Wilde jagenden Tun⸗ guſen oder Tataren betreten; ſie durchſtreiften dieſe Wal⸗ dungen durch mehrere tauſend Werſte, oft gezwungen, ſich mit Aerten Bahn zu brechen, und Bündel mit Zwieback als einzige Nahrung mit ſich ſchleppend. Nicht ſelten mußten ſie Brücken aus Baumſtämmen über Moorgründe werfen, oder Filzmatten ausbreiten. Und wie viele Male verloren ſich von einem herumziehenden Wilden geführte